Energielosigkeit in den Wechseljahren

Manche Frauen haben sich schon so an ihre Energielosigkeit gewöhnt, dass sie es nur erwähnen wenn ich explizit danach frage. In den Wechseljahren verstärkt sich dieses Phänomen häufig, was aber vorher schon mehr oder weniger spürbar war.

Energielosigkeit kann viele Ursachen haben. Es zeigt sich oft in einem Nachmittagstief. Um 16 Uhr wärest du fertig mit dem Tag. Doch beginnt bei vielen dann der zweite Job, als Mutter, Tochter, Freundin, Versorgerin, deine Freizeit – deine Zeit mit dir.

Oder du kommst morgens nicht in die Gänge und schleppst dich durch den Tag. Energielosigkeit verkleidet sich manchmal in fehlender Motivation, „Lasst mich alle in Ruhe Gefühl“ oder in Reizbarkeit in allen Facetten.

Dein Lebenstil

Mit sinkendem Powerhormon Östrogen und Testosteron ist die Frau nicht mehr so belastbar und energiegeladen, das spürst du. Wenn du dann deinen Alltag, dein übliches Tempo, deinen Perfektionismus, deinen Lebensstil unreflektiert weiter führst geht dir ganz einfach die Luft aus, das ist ganz normal!

Jetzt ist es an der Zeit, dass du deinen Alltag, deinen Lebensstil reflektierst.

Was tut dir gut?

Was bringt dir Energie?

Was kostet dich Energie?

Wie möchtest du deine 2. Lebenshälfte verbringen?

Da kann es hilfreich sein, dass dir jemand die richtigen, oder auch unbequeme Fragen stellt, die du dir selbst nicht stellen möchtest, weil du die Konsequenzen noch nicht tragen kannst.

Das sind ganz wesentliche Fragen, wo du ehrlich mit dir sein solltest, als ersten Schritt. Als zweiten Schritt geht es um die Umsetzung. Da braucht es oft Mut, Entscheidungen zu treffen, die bestimmt nicht allen gefallen, und ehrlich, klare Kommunikation.
Die Ersten die sich aufregen werden, weil du nicht mehr so funktionierst wie immer, weil du Nein sagst oder wiedersprichst, sind jene, die am meisten von dir profitiert haben. Die deine Energie abgezogen haben oder sogar davon gelebt haben. Jetzt tut dir eine große Portion Selbstachtung und Liebe gut, damit du bei dir bleiben und dich für dich einsetzen kannst.

Neue Grenzen?

Ein weiterer Punkt ist, dass Energie- und Motivationslosigkeit oft als Hindernis gesehen wird, das möglichst rasch beseitigt werden soll, um noch mehr zu leisten, zu funktionieren wie bisher .

Aber was, wenn Energielosigkeit auch eine Grenze ist? Eine die nicht repariert werden will, sondern ein klarer Ausdruck des Körpers, der sagt: Ich kann und will nicht mehr so weiter machen!

Vielleicht bist du erschöpft von dem Gedanken, ständig zur Verfügung zu stehen – emotional, körperlich, geistig, fürsorglich?

Vielleicht heißt „Ich bin erschöpft“ nicht dass ich gleich einschlafe, sondern dass ich keine Energie mehr dafür habe, nett zu sein, zu lachen obwohl mir zum weinen ist, Erwartungen zu erfüllen.




Nahrung ist Energielieferant!

Ein weiterer sehr wesentlicher Aspekt, warum du am Nachmittag zum Hinlegen müde bist, ist, dass viele Frauen ganz einfach zu wenig essen!
Frauen, die schon immer bewusst wenig bis gar nichts tagsüber essen, nehmen einfach zu wenig Energie zu sich. PUNKT

Jetzt ist nicht die Zeit für Diäten

Jetzt sagst du wahrscheinlich, ja, das habe ich immer schon so gemacht, ein kleines Joghurt in der Früh oder ganz aufs Frühstück verzichtet, kein Mittagessen oder nur einen Salat. Das ist keine vollwertige Mahlzeit, sagt eine bekannte Ernährungsexpertin*.
Das würde vielleicht reichen, wenn du den ganzen Tag in der Hängematte liegst und in die Luft schaust, aber nicht, wenn du einer Arbeit nachgehst, die dich fordert, körperlich oder geistig, wo du konzentriert denken sollst. In einer Pause scrollst du dann zur vermeintlichen Entspannung noch durchs Internet, und dein Hirn ist noch mehr im Alarmmodus. Vergiss nicht, dir fehlt das Powerhormon, und Essen ist DER Energielieferant!!!

Dein Körper bezieht dann die Energie aus den Muskeln, die ohnehin in dieser Zeit rasch an Masse verlieren. Dann kannst du Sport machen, was du willst, du verbrauchst dich quasi selbst. Dann kommt das Stresshormon Cortisol auch noch ins Spiel, das dich nachts wachhält und ein Teufelskreis nimmt seinen Lauf. Heißhungerattacken folgen.

Zumal dein Körper in den Wechseljahren mit Umbau beschäftigt ist. Deine Leber ist jetzt DAS Organ, das auf Höchsttouren läuft. Durch unregelmäßiges Essen und Schlafproblemen kommt es zu Heißhunger, Insulinschwankungen und Stress, der zusätzlich an deinem Nervenkostüm zerrt. Die geforderte Leber ist btw auch der Grund warum du Alkohol, den du vielleicht zur Entspannung trinkst, nicht mehr gut verträgst. Dein Mikrobiom verändert sich schon in der Perimenopause und dadurch auch dein Stoffwechsel.

Durch das sparsame Essen nimmst du bestimmt zu wenig Eiweiß zu dir, das dein Körper aber jetzt braucht für den Umbau, die Muskel, Immunsystem, Hormonproduktion uvm.

Tracke für kurze Zeit dein Essen, dann wirst du sehen ob du genug Energie zu dir nimmst, du wirst überrascht sein!

Ernährungsexpertin und Erfinderin der Faustformel *Sasha Walleczek sagt, dass Frauen zu wenig Eiweiß zu sich nehmen und die meisten Menschen glauben sie ernähren sich eh gesund.

In diesem Zusammenhang möchte ich dir eine Podcastfolge – Perimenopause & Ernährung - was jetzt wirklich wichtig ist. ans Herz legen. https://podcasts.apple.com/at/podcast/einfach-besser-essen/id1774924979?i=1000781141332

Sie hat einen sehr entspannten Zugang, in keiner Weise missionarisch.

Sie sagt: „Die Regeln sind immer die selben, für gesunde Ernährung, Bewegung, Stressmanagment, Schlafhygiene, nur jetzt meint es der Körper wirklich ernst, weil der Schutz der Hormone wegfällt.“

Sie bringt das gut auf den Punkt. Wer immer schon ein hohes Stresslevel hatte, wird es in der Perimenopause ordentlich zu spüren bekommen. Wer keine gute Schlafhygiene hatte, wird nicht gut schlafen und wer nicht auf gesunde Ernährung und Bewegung geachtet hat, wird es jetzt deutlich merken! Dir fehlten die Hormone!

Meine Anmerkung – Nicht alles was als gesund gilt ist für jeden gesund!!!

Du siehst, das ist nur ein kleiner Teil, den ich hier jetzt beschreibe, was dein Körper jetzt alles leistet und du versorgst ihn nicht gut, soll mit einem Joghurt und einem Salatblatt auskommen. Da brauchst du dich nicht wundern, wenn der Körper zum Sparen anfängt, bei den Haaren, Nägeln, Haut uvm, zu speichern beginnt für die nächste Hungersnot.

Natürlich ist es nicht egal was du isst, mit genau dem Richtigen kannst du deinen Körper gut versorgen und happy sein.

Ernährung ist jetzt ganz besonders wichtig und ist Teil der Selbstfürsorge und Selbstliebe! War es schon immer und bleibt es auch!

Sich Energiegeladen zu fühlen ist ein wichtiger Maker für Gesundheit, Freude und Leben!

So wünsche ich dir, dass du deine Energie wieder findest und wenn nicht, geh auf die Suche, hol dir Unterstützung und schau gut auf dich!

Alles Liebe Anita